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Tagebuch eines Draussenduschers

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4. Januar 2016

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15. April 2018

Ein komischer Winter

An den vorigen Winter kann ich mich schon nicht mehr erinnern, der war nicht so aufregend. Dafür hatte dieser jetzt einiges zu bieten.

Bis Ende Januar 2018 gab es nur ein oder zwei Frostnächte und Mitte Januar waren sogar ein paar recht warme Tage, so dass ich fast durchgehend draussen duschen und baden konnte. Als wir Anfang Februar in den Winterurlaub gefahren sind, ging ich davon aus, dass nichts besonderes passiert. Vorsichtshalber habe ich wenigstens aus der Pumpe das Wasser abgelassen. Am 10. Februar zurückgekommen fand ich aber statt meines netten Pools einen Eisblock vor und eine Dusche hatte der Frost zerlegt.

Ein paar Tage später erwischte mich ein Infekt, der sich insgesamt über drei Wochen hinzog. Im März kam dann noch einmal eine mehrwöchige Periode mit durchgehendem Frost. Ostern fiel Schnee und Regen, erst ab dem 4. April waren wieder Plusgrade und seit dem 10. April ist überwiegend sehr schönes Frühlingswetter.

Für die Pflanzen in der Natur ist das auch ein elendes Durcheinander, rein in die Kartoffeln und raus aus den Kartoffeln. Wer weiß, wieviele Knospen da im Januar schon erfroren sind.

Der Wasserverteiler an der Pumpe war mir auch unbemerkt zerfroren, da war ich zu unvorsichtig. Den habe ich noch ersetzt. Heute früh war ich nach 10 Wochen wieder unter meiner Dusche. Das war die längste Unterbrechung seit Beginn der Zeitrechnung (August 2003).

Der kleine Pool hat auch etwas gelitten. Vielleicht räume ich den für die warme Jahreszeit weg und wir »stellen da ein paar einjährige Blühpflanzen für die Bienen« hin. Im Herbst kann ich meine Badewanne ja wieder rausholen. Die Kinder gehen eh kaum noch in den Pool, das ist nicht mehr cool. Und mir ist ja die kalte Zeit viel wichtiger und da muss ich auch nicht den ewigen Kampf gehen Algen & Co. führen.